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Schloss Rodenegg – die mittelalterliche Wehrburg im Eisacktal

Hoch über der Rienzschlucht im Eisacktal erhebt sich auf einem Felssporn die trutzige Wehrburg Schloss Rodenegg. Der Felsvorsprung fällt an drei Seiten steil zur Rienzschlucht ab und bot damit im 12. Jahrhundert perfekte Voraussetzungen zur Errichtung einer wehrhaften Verteidigungsanlage.

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Schloss Rodenegg: Adelssitz und Wehrburg

Die Gründung von Schloss Rodenegg geht auf das Jahr 1140 zurück, als Friedrich I. von Rodank auf der steilen Felsnase über der Rienzschlucht eine befestigte Anlage mit Wohnturm und Wohngebäude errichten ließ. Bis zum Aussterben der Dynastie zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren die Herren von Rodank Besitzer des Schlosses. Danach verwalteten die Landsfürsten die Anlage, bis sie im Jahr 1491 von den Grafen von Wolkenstein-Rodenegg übernommen wurde. Begründer des Adelsgeschlechtes war der mittelalterliche Minnesänger Oswald von Wolkenstein, dessen Nachkommen noch heute die Besitzer der Wehrburg sind. Im 16. Jahrhundert bauten die Grafen den Ansitz zu einer imposanten, prächtigen Burg aus und noch heute gehört Schloss Rodeneck zu den eindrucksvollsten Beispielen mittelalterlicher Baukunst in Südtirol.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Einige Bereiche der Wehrburg werden noch heute von den Nachkommen des alten Adelsgeschlechtes der Grafen von Wolkensten-Rodenegg bewohnt, andere sind als Museum öffentlich zugänglich. In den Ausstellungsräumen können Sie Originalmöbel und Einrichtungsgegenstände aus der Zeit der Renaissance bewundern. Einen Eindruck vom Leben auf der Burg erhalten Sie auf einem Rundgang durch die ehemalige Backstube, die Küche, den Waffensaal und das Verlies. Sehenswert ist darüber hinaus die Burgkapelle, die dem Heiligen Michael geweiht war. Das sogenannte Lauterfresserloch ist ein winziges Verlies, in dem im 17. Jahrhundert mit Matthias Perger ein angeblicher Hexenmeister gefangengehalten wurde, der im Jahr 1645 nach einem dramatischen Prozess auf Schloss Rodeneck auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Das Iwein-Epos – mittelalterliche Kunst auf Schloss Rodenegg

Im Jahr 1972 gelang hinter den historischen Mauern von Schloss Rodeneck eine bedeutende Entdeckung von großem kulturhistorischen Wert. Das sogenannte Iwein-Epos ist ein Freskenzyklus, der zwischen 1200 und 1230 angelegt wurde. Dabei handelt es sich um die ältesten profanen Wandmalereien im gesamten deutschsprachigen Raum. Die 11 Wandgemälde befinden sich in der Trinkstube der Burg und berichten von den Abenteuern Iweins, der zu den 12 Rittern der Tafelrunde von König Artus gehörte. Die Malereien stellen Szenen aus dem Artusroman von Hartmann von Aue dar, den der mittelalterliche Geschichtsschreiber zwischen 1180 und 1200 verfasst hat.

 Weitere Infos unter der Telefon und Faxnummer +39 0472 454056

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