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Trostburg – Wehranlage und Adelssitz im Eisacktal

Die Trostburg gehört zu den imposantesten mittelalterlichen Burganlagen in Südtirol. Majestätisch und weithin sichtbar erhebt sie sich auf einem steilen Felssporn über der Ortschaft Waidbruck im Eisacktal. Erbaut wurde die Trostburg im 12. Jahrhundert von Konrad von Trostberg, der einer Linie der Herren von Kastelruth entstammte.

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Die Trostburg: Jahrhundertelanger Sitz des Tiroler Adels

Die erste urkundliche Erwähnung der Trostburg datiert auf das Jahr 1173. Damals diente die Anlage dem Adligen Konrad von Trostberg als Stammsitz. Im Jahr 1290 ging das Gemäuer in den Besitz der Grafen von Tirol über, die die Trostburg im Jahr 1385 an die Herren von Wolkenstein-Trostburg verpfändeten. Fast 600 Jahre lang blieb das Adelsgeschlecht im Besitz der Burg. Hinter den dicken Mauern wuchs der mittelalterliche Minnesänger Oswald von Wolkenstein auf, der von 1377 bis 1445 lebte. Mehrfach wurde die Trostburg zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erweitert und ausgebaut. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Umbau zu einem Renaissance-Schloss durch Engelhard Dietrich Graf von Wolkenstein-Trostburg. Seither wurde die prächtige Anlage nur noch als Sommerresidenz von Angehörigen des Tiroler Adelsgeschlechts genutzt.

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Burgbesichtigung – eine Reise durch die Geschichte

Seit dem späten 17. Jahrhundert verfiel die Trostburg zunehmend bis im Jahr 1981 das Südtiroler Burgeninstitut als neuer Besitzer umfangreiche Sanierungsmaßnahmen einleitete. Die Institution tat seither viel, um den einzigartigen Charakter des mittelalterlichen Bauwerks zu erhalten. Heute ist die Trostburg für die Öffentlichkeit zugänglich und kann besichtigt werden. Ein Rundgang durch das alte Gemäuer gleicht einer Zeitreise durch verschiedene Jahrhunderte. Romanische Rundbögen an Fenstern und Türen stammen aus der ersten Bauphase im 12. Jahrhundert. Die gotischen Wehranlagen wurden errichtet, als Oswald von Wolkenstein auf der Trostburg lebte und die reich verzierten Säle mit den aufwendigen Stuckarbeiten stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In der gotischen Stube sind kostbare Wandtäfelungen und die opulent verzierte Balkendecke aus dem frühen 15. Jahrhundert nahezu vollständig erhalten.

Weitere Infos unter der Telefonnummer +39 0471 654 401

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