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St. Lorenzen: Wanderung zwischen Kelten und Kronplatz

St. Lorenzen mit seinen Fraktionen Ellen, Fassing, Hörschwang, Kniepass, Lothen, Montal, Moos, Onach, Pflaurenz, Runggen, Saalen, Sonnenburg, Stefansdorf und St. Martin ist vielen Südtirolurlaubern nur als Sprungbrett zum nahen Skigebiet Kronplatz in Bruneck bekannt. Dabei ist die Pustertaler Gemeinde mit Ihren Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten wie dem Museum Mansio Sebatum ein Leckerbissen für Geschichtsinteressierte und Rucksacktouristen.

Urlaub in St. Lorenzen - „Geschichte und Natur erleben“

Was tun in St. Lorenzen?

Im Winter lockt die Rodelbahn Haidenberg-Stefansdorf mit einer rasanten Talfahrt. Die Rodel leihen Sie zum Beispiel im Berggasthof Haidenberg. Die Strecke ist so beliebt, dass sie sogar im Sommer genutzt wird: Im August 2014 fand dort ein Bobby-Car-Rennen statt.

Wenn Sie und Ihre Familie es eher beschaulich mögen, gibt es im Sommer rund um St. Lorenzen viele Wanderwege wie zum Beispiel den archäologischen Panoramaweg oder die Routen zur Wallfahrtskirche Maria Saalen sowie nach Haidenberg. Sind Sie mit dem Fahrrad unterwegs, fahren Sie auf dem Pustertaler Radweg in Richtung Franzensfeste oder bis ins österreichische Lienz. Die Teilstrecken eignen sich bestens für Familientouren mit dem Rad, da die Strecke meistens flach und ohne größere Steigungen verläuft. Die Rückfahrt nach St. Lorenzen kann man leicht mit dem Zug abkürzen. Für geübte Mountainbiker bietet sich auch ein Ausflug ins Gadertal an.

Sie können rund um den Ort aber nicht nur wandern und Rad fahren, sondern auch campen. Der Campingplatz Ansitz Camping Wildberg bei St. Lorenzen lädt Sie und Ihre Familie mit seiner Sauna und den Spielmöglichkeiten für Kinder zur Übernachtung im Zelt oder Wohnwagen ein. Golfspieler finden im knapp sechs Kilometer entfernten Reischach einen 9-Loch-Golfplatz.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in St. Lorenzen?

Die Geschichte von St. Lorenzen geht bis in die Eisenzeit zurück. Bei den Römern war der Ort ein blühender Marktplatz. Über die Frühzeit kann man sich im Museum Mansio Sebatum, benannt nach einer römischen Raststation, ein Bild machen. Dort sind unter anderem ein Meilenstein aus der Römerzeit, Gebrauchsgegenstände und Münzen zu sehen.

Die Gemeinde ist durch viele historische Gebäude geprägt: Eine der ältesten Kirchen im für seine Erdäpfeln (Kartoffeln) bekannten Pustertal ist die Pfarrkirche zum Heiligen Laurentius. Das Gotteshaus fällt vor allem durch die ungleichen Türme auf. Dort können Sie die Madonna mit dem Jesuskind mit der Traube besichtigen. Die Statue wurde von Michael Pacher, dem berühmten, aus dem benachbarten Bruneck stammenden Bildhauer geschnitzt.

Einen beeindruckenden Anblick bieten die beiden Burgen der Gemeinde, die Sonnenburg und die Michelsburg. Die Sonnenburg, ein ehemaliges Kloster, war nach Meinung einiger Experten der Herkunftsort des Minnesängers Friedrich von Sonnenburg. Nach einer wechselhaften Geschichte – unter anderem gab es im Mittelalter einen heftigen Konflikt mit dem Brixner Bischof Nikolaus von Kues – ist sie heute ein Hotel geworden. Auch die Michelsburg blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1091 gebaut war sie Zollstätte sowie Gerichtsort und gilt als einer der bedeutendsten Burgen im westlichen Pustertal. Heute ist sie in Privatbesitz.

St. Lorenzen ist auch die Heimat einiger bekannter Persönlichkeiten: Um 1500 wurde auf dem Broslhof in Moos der spätere Prediger Jakob Hutter geboren, auf den die täuferische Kirche der Hutterer zurückgeht. Der Maler Franz Hellweger, geboren 1912, stammt ebenfalls aus dem Ort. Er arbeitete unter anderem an der Ausgestaltung der Münchner Ludwigskirche und des Kölner Domes mit.

 

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