Top-Unterkünfte

Das Tourismusjahr 2014 in Südtirol

In den Ferienregionen Südtirols spielt der Tourismus eine große Rolle. Mit mehr als drei Milliarden Euro Jahresumsatz gehört der Tourismussektor zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Alljährlich werden deshalb ausführliche Statistiken zum Reiseverkehr in Südtirol erhoben. So auch für das Jahr 2014.

Tourismus in Südtirol 2014 – Statistiken, Zahlen und Fakten

Das Tourismusjahr 2014 in SüdtirolSüdtirol kann mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein. Im Vergleich mit anderen Alpenländern liegt das Gebiet ganz weit vorn: Zusammen mit Nordtirol und Salzburg erzielte Südtirol die besten Ergebnisse. So punktet es zum Beispiel mit der höchsten Beherbergungsdichte – pro Quadratkilometer gibt es hier 20, 4 Betten. Außerdem bleiben die Gäste länger als in anderen Alpengebieten, nämlich durchschnittlich 4,4 Tage.

Insgesamt standen Südtirol-Urlaubern im vergangenen Jahr 10.128 Beherbungsbetriebe zur Auswahl. 4.133 davon waren gastgewerbliche Betriebe, also Hotels, Pensionen, Gasthöfe und dergleichen. Die übrigen 5.995 waren nicht gastgewerblich, wie Privatquartiere, Campingplätze oder Berggasthöfe. Im Vergleich zu 2013 ist die Gesamtanzahl ein wenig zurückgegangen. Gleiches gilt für die Zahl der Betten, die bei knapp 219.000 lag. Ankünfte konnten hingegen mehr verzeichnet werden. Über sechs Millionen Besucher begrüßte Südtirol im Jahr 2014, das sind anderthalb Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Übernachtungen sank jedoch leicht ab und belief sich auf 28,5 Millionen.

Über steigende Nachfrage durften sich die Betreiber gehobener Unterkünfte freuen. Denn für eine Unterbringung in einem Vier- oder Fünf-Sterne-Haus entschieden sich 5,7 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. 2014 gab es in Südtirol 20 Fünf-Sterne-Betriebe und 420 mit vier Sternen. Die Mehrzahl der Häuser hatte drei Sterne, und zwar 1.584. Fast ein Drittel der Besucher entschied sich für diese mittlere Preisklasse. Deutlich geringer ist die Anzahl der Ein-und Zwei-Sterne-Unterkünfte, die bei 306 lag. In diesem Sektor wurden auch weitaus weniger Übernachtungen gebucht als zuvor.

Im Hinblick auf die Bettenauslastung hat sich nicht viel verändert. Nach wie vor ist die Auslastung im Sommer mit über 40 Prozent höher als im Winter, wenn sie unter 30 Prozent liegt. Im Sommerhalbjahr betrug die Anzahl der Übernachtungen etwa 17,5 Millionen; im Winterhalbjahr knapp 11 Millionen. Die Bezirke Bozen und Burggrafenamt waren bei Feriengästen am beliebtesten – hier war die Bettenauslastung am höchsten. Bevorzugter Reisemonat war wieder einmal der August. Allerdings gingen die Übernachtungen im letzten August um 3,7 Prozent zurück.

Unter den ausländischen Besuchern machten 2014, wie jedes Jahr, Deutsche mit Abstand den größten Anteil aus. Von den inländischen italienischen Gästen stammten besonders viele aus der nahegelegenen Lombardei. Das Pustertal war im Sommer das bevorzugte Feriengebiet inländischer Urlauber. Währenddessen suchten sich Besucher aus dem Ausland gerne das Burggrafenamt als Standort aus.

Immer mehr Touristen, insbesondere Deutsche, entscheiden sich für Ferien auf dem Bauernhof. Hier gab es ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf den Höfen verweilen die Gäste zudem besonders lange – im Schnitt sechseinhalb Nächte. Eine ähnliche Entwicklung gab es bei den Privatzimmern. Auch diese Quartiere werden immer gefragter und die Urlauber bleiben auch gerne einmal etwas länger.

Südtirol ist und bleibt ein beliebtes Urlaubsziel, das Besuchern zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes bietet. Kein Wunder also, dass die Tourismusbranche auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken kann.

 

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